NS-Verfolgung und Musikgeschichte

Zwanzig Jahre Lexikon verfolgter Musikschaffender

15. August 2026

Lesezeit: < 1 Minute(n)

Im April 2006 ging das Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit (LexM) online – vor zwanzig Jahren begann damit ein Langzeitvorhaben, das bis heute fortgeführt wird. Getragen wird es von der Akademie der Wissenschaften in Hamburg im Rahmen des Forschungsprojekts „NS-Verfolgung und Musikgeschichte“. Das Jubiläum ist Anlass für einen Rückblick auf das bisher Erreichte ebenso wie für einen Ausblick auf künftige Perspektiven des Vorhabens. Auch da gibt es Grund zu feiern: Die Finanzierung für die kommenden achtzehn Jahre ist gesichert.

Das LexM versammelt biografische Einträge zu Berufsmusikerinnen und -musikern, die unter dem NS-Terror verfolgt wurden – sei es durch Exil oder andere Formen der Repression. Ziel des Lexikons ist es, ihre Lebenswege der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und sie im musikkulturellen Gedächtnis zu verankern, statt sie dem Vergessen zu überlassen.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, ist das Lexikon frei online zugänglich; die Texte dürfen unter Quellenangabe verwendet werden. Auskünfte erteilt die am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg angesiedelte Arbeitsstelle.

www.lexm.uni-hamburg.de

Das Budapester Streichquartett 1919 in den Niederlanden mit Emil Hauser (1893–1978), István Ipolyi (1886–1955), Alfred Indig (1892-?), Harry Son (1880–1942)
(Foto: Atelier J. Merkelbach, Stadsarchief Amsterdam, Wikimedia CC BY-SA 4.0)

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